Frühlings Erwachen – Katrin Kazubko

Studiobühne LMU

KLICK

Das szenische Praktikum der Theaterwissenschaft hat jedes Semester immer wieder etwas Neues zu bieten.

Dieses Semester wurde Frühlingserwachen von Frank Wedekind inszeniert, in Zusammenarbeit mit Studenten der Theaterwissenschaft und der Dramaturgie.

Die Probleme, die die Figuren im Stück haben, hat die Gruppe nicht davon abgehalten eine lockere und witzige Inszenierung zu machen.

Es ist das, womit jeder Jugendliche kämpft: Unmissverständnis von den Eltern, erste sexuelle Erfahrungen, Grenzen austesten. Die Erzieherischen Vorstellungen, die noch aus der Zeit von Wedekind stammen, wurden gekoppelt mit Musik von PINK. Die konservativen Eltern und die Kinder die nicht so sein wollen wie sie.

Wendla, dargestellt als 14 Jährige Möchtegern Punkgöre hüpft immer über die Bühne, wenn PINK gespielt wird.  Melchior ist der gutaussehende Macho, er wird sehr gut gespielt und auch die Figur des Moritz Stiefel kommt gut ausgearbeitet daher.

Es gibt außergewöhnlich viel Musik in der Inszenierung. Viele Instrumente und auch einige sehr gute Sängerstimmer, die 3 oder 4 Lieder in der Inszenierung präsentieren. Alle passend zum Thema des Stückes.

Mit am besten fand ich das Bühnenbild. Es war jung und frisch, genau wie die Protagonisten. Es gibt Höhen und Tiefen in dem Bühnenbild, genau wie bei den Protagonisten. Für mich hatte das Bühnenbild aber auch etwas verträumtes. Dieses Verträumte, dass jeder Jugendliche hat, wenn er an die Zukunft denkt.

Es waren viele Schauspieler und Musiker, die bei dieser Inszenierung auf der Bühne standen. Manche hatte gar nichts zu sagen. Der Engel zum Schluss, war es ein Engel?, sitzt die ganze Zeit in der Ecke und schaut auf die Jugendlichen und erst zum Schluss hat sie ein- oder zwei Sätze. Das ist das einzige was ich ein bisschen schade fand. Aber sie hat es gut gemacht, denn obwohl sie die ganze Zeit nur in der Ecke gesessen hat, ist sie nicht aus ihrer Rolle gefallen und das ist eine gute Leistung, da so was echt schwierig ist.

Die Erziehungsmethoden haben sich größtenteils geändert, aber die Probleme der Jugendlichen sind immer noch die selben, auch wenn heute teilweise anders damit umgegangen wird. Das ist mir im Laufe der Aufführung bewusst geworden. Das es immer die gleichen Probleme sind und bleiben werden. Ich sehe es gerade an meiner 13 Jährigen Schwester.

Diese Inszenierung ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Ich wurde wieder in meine Pubertät zurück versetzt und daran erinnert was ich damals alles für Scheiße gemacht habe. Ich erinnere mich gerne an die Zeit, aber ich würde sie auch nicht noch mal durchmachen wollen.

Es ist eine frische Inszenierung mit toller Musik und guten Schauspielern und einem tollen Bühnenbild.

Ein Fazit was ich mir noch mitgenommen habe aus dem Abend ist, dass wir diese Zeit und unsere Probleme niemals vergessen sollten und schon gar nicht, wenn wir später eigene Kinder haben werden! Ich denke das ist das wichtigste.

 

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Über Marie

Studium der Theaterwissenschaft an der LMU München und MA Performance Studies an der Universität Hamburg. mariegolueke.de Zeige alle Beiträge von Marie

2 responses to “Frühlings Erwachen – Katrin Kazubko

  • Thorsten

    Es ist ja nett, dass jemand hierzu was geschrieben hat. Aber wer nimmt denn diese Kritik noch ernst, wenn allein schon der Titel des Stückes falsch geschrieben wurde? Von einigen weiteren grammatikalischen, stilistischen und inhaltlichen Mäkeln abgesehen.

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